Verantwortungsvolles Spielen
Online-Glücksspiel kann eine unterhaltsame Freizeitbeschäftigung sein. Es ist jedoch wichtig, sicher und bewusst zu spielen. Diese Seite bietet österreichischen Spielerinnen und Spielern praktische Informationen, nützliche Werkzeuge und wichtige Anlaufstellen, um das Spielen unter Kontrolle zu behalten.
Strategien für verantwortungsvolles Spielen
Ein bewusster Umgang mit Online-Glücksspiel beginnt mit klaren Gewohnheiten. Wer von Anfang an feste Grenzen setzt, schützt sein Wohlbefinden und behält die Kontrolle über sein Spielverhalten. Die folgenden Strategien helfen dabei, sicher und verantwortungsbewusst zu spielen:
- Ein festes Budget festlegen und ausschließlich diesen Betrag für das Spielen verwenden;
- Zeitlimits pro Sitzung bestimmen und diese konsequent einhalten;
- Das Glücksspiel als Freizeitaktivität betrachten, nicht als Einnahmequelle;
- Verlorenes Geld nicht durch weitere Einsätze zurückgewinnen wollen;
- Regelmäßige Pausen einlegen, um einen klaren Kopf zu bewahren;
- Das Spielen mit anderen Alltagsaktivitäten und sozialen Kontakten in Balance halten;
- Keine Echtgeld-Einsätze unter dem Einfluss von Alkohol oder starkem emotionalen Stress tätigen;
- Die verfügbaren Schutztools der Casinos, wie Einzahlungslimits und Sperrmöglichkeiten, aktiv nutzen;
- Den Überblick über Ausgaben und Spielzeit regelmäßig prüfen;
- Bei aufkommenden Bedenken professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen.
Anzeichen einer Glücksspielsucht
Die frühzeitige Erkennung problematischen Spielverhaltens ist entscheidend. Wer Warnsignale rechtzeitig wahrnimmt, kann rechtzeitig gegensteuern und ernsteren Folgen vorbeugen. Die häufigsten Anzeichen einer Glücksspielsucht sind:
- Zunehmendes Verlangen, mehr Zeit oder Geld beim Spielen einzusetzen, um denselben Reiz zu erleben;
- Wiederholte erfolglose Versuche, das Spielen einzuschränken oder ganz aufzuhören;
- Unruhe, Reizbarkeit oder Anspannung, wenn das Spielen nicht möglich ist;
- Gedankliche Beschäftigung mit Glücksspiel auch außerhalb der Spielsitzungen;
- Spielen als Bewältigungsstrategie bei Stress, Angst oder negativen Gefühlen;
- Vertuschung des Spielverhaltens gegenüber Angehörigen oder Freunden;
- Finanzielle Schwierigkeiten durch Spielverluste, einschließlich Schuldenaufnahme;
- Vernachlässigung beruflicher, schulischer oder familiärer Verpflichtungen aufgrund des Spielens;
- Fortgesetztes Spielen trotz negativer Konsequenzen im Alltag;
- Rückfälle nach Versuchen, das Spielen zu beenden.
Ausschließlich für Erwachsene
Die Registrierung bei Online-Casinos sowie das Spielen um echtes Geld ist in Österreich ausschließlich Personen ab 18 Jahren gestattet. Die Einhaltung dieser Altersgrenze ist gesetzlich vorgeschrieben und dient dem Schutz Minderjähriger vor den möglichen Risiken des Glücksspiels. Seriöse Online-Casinos führen bei der Kontoeröffnung eine Altersverifikation durch und können Ausweisdokumente anfordern. Eltern und Erziehungsberechtigte werden empfohlen, geeignete Kindersicherungssoftware einzusetzen, um den Zugang Minderjähriger zu Glücksspielangeboten zu unterbinden.
Selbstsperre
Lizenzierte Online-Casinos sind verpflichtet, freiwillige Selbstsperroptionen anzubieten. Über diese Funktion können Spielerinnen und Spieler ihr Konto für einen selbst gewählten Zeitraum sperren lassen, sei es vorübergehend oder dauerhaft. Die Selbstsperre ist ein wirksames Schutzinstrument für Personen, die ihr Spielverhalten gezielt einschränken möchten. In Österreich können sich Betroffene zusätzlich über das nationale Sperrsystem OASIS bei mehreren lizenzierten Anbietern gleichzeitig sperren lassen. Die Beantragung einer Sperre ist jederzeit möglich und erfordert keine Begründung.
Hilfsangebote für Betroffene in Österreich
Professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen ist ein Zeichen von Stärke. In Österreich stehen spezialisierte Beratungsstellen zur Verfügung, die vertraulich und kompetent helfen. Die folgenden Organisationen bieten anerkannte Unterstützung bei problematischem Glücksspielverhalten:
- Spielsuchthilfe Wien (spielsuchthilfe.at): kostenlose und anonyme Beratung sowie Therapieangebote speziell für Glücksspielsüchtige und Angehörige in Wien;
- Caritas Österreich (caritas.at): bietet österreichweit Suchtberatung und Begleitprogramme für Betroffene und deren Familien;
- Diakonie Österreich (diakonie.at): Beratungsangebote im Bereich Suchtprävention und soziale Unterstützung;
- Telefonseelsorge Österreich (telefonseelsorge.at): kostenlose, anonyme Krisenbegleitung rund um die Uhr unter der Rufnummer 142;
- Gesundheitstelefon (1450): medizinische und psychosoziale Erstberatung für alle Österreicherinnen und Österreicher, kostenfrei und rund um die Uhr erreichbar;
- Bundeskanzleramt / Suchtprävention (bmsgpk.gv.at): das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz stellt Informationen zu Beratungsstellen und Präventionsprogrammen im gesamten Bundesgebiet bereit.
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